Am 27. September 2026 ist die EmpCo-Richtlinie (EU 2024/825) EU-weit in Kraft getreten. Wer bis zu diesem Datum seine Werbung nicht angepasst hat, läuft jetzt Tag für Tag in messbare Risiken — Bußgelder, Abmahnungen und Verbandsklagen.
Die gute Nachricht: Eine strukturierte Aufholung schafft jedes mittelständische Unternehmen in 14 Tagen. Diese Seite liefert den vollständigen Plan, die Risiken in der Reihenfolge ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und die wichtigsten Sofort-Maßnahmen.
Mit dem 27. September 2026 sind die in der EmpCo-Richtlinie (EU 2024/825) festgelegten Per-se-Verbote unmittelbar geltendes Recht in allen EU-Mitgliedstaaten, einschließlich Österreich. Das österreichische UWG wurde entsprechend angepasst. Das bedeutet: Begriffe wie „klimaneutral”, „CO2-neutral”, „umweltfreundlich”, „grün” oder „nachhaltig” sind ohne konkrete, nachvollziehbare und veröffentlichte Belege seit diesem Stichtag pauschal verboten.
Eine Übergangsfrist gibt es nicht. Wer den Stichtag verpasst hat, ist nicht in einer „Toleranz-Phase” — sondern in einer Phase erhöhter Aufmerksamkeit von Behörden, Verbänden und Wettbewerbern. Der VKI und der Schutzverband gegen unlauteren Wettbewerb haben angekündigt, in den ersten 90 Tagen nach Stichtag systematisch zu screenen.
Die österreichischen Behörden können ab dem 27.09.2026 Bußgelder bis zu 4 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes verhängen. Erste Verfahren werden für Q4 2026 erwartet.
Der VKI (Verein für Konsumenteninformation) und der Schutzverband gegen unlauteren Wettbewerb haben angekündigt, ab Stichtag systematisch zu klagen. Streitwerte liegen typischerweise zwischen 30.000 und 250.000 Euro pro Begriff.
Per-se verbotene Begriffe lassen sich automatisiert erkennen. Wettbewerber nutzen dies bereits aktiv, um Mitbewerber gezielt zu schwächen — typische Anwaltskosten 1.500 bis 5.000 Euro pro Abmahnung.
Realistische Bereinigung einer mittelgroßen Unternehmens-Website (100 bis 500 Unterseiten) benötigt 10 bis 14 Tage. Wer jetzt nicht startet, riskiert ein Q4 voller Brandherde.
Dieser Plan ist auf mittelständische Unternehmen mit 100 bis 500 Web-Unterseiten ausgelegt. Bei Konzern-Strukturen oder hoher Markenvielfalt verdoppelt sich der Zeitbedarf — entsprechend früher starten.
Automatischer Crawl aller Domains und Subdomains. Output: Liste aller Treffer mit Per-se-Klassifizierung.
Funde in drei Kategorien teilen: sofort raus, Beleg erforderlich, unkritisch. Verantwortliche pro Begriff zuweisen.
Texte umschreiben, Bilder austauschen, Verpackungs-Mockups stoppen. Alle Änderungen versioniert dokumentieren.
Pro verbleibende Umweltaussage ein Beleg-Dossier: Methodik, externe Zertifikate, Rückrechnung.
Compliance-Bericht durch unabhängige Prüfung. Geschäftsleitung gegenzeichnet. Monitoring-Routine ab Tag 15.
Drei Maßnahmen, die Sie noch in den nächsten zwei Stunden umsetzen können — und die das größte Risiko bereits in der Hälfte reduzieren.
Vollständiger 14-Tage-Plan zum Ausdrucken inklusive Verantwortlichkeits-Matrix, Beleg-Dossier-Vorlage und Sign-off-Protokoll für die Geschäftsleitung.
PDF herunterladenKostenloser Scan in unter 30 Sekunden. Wir zeigen Ihnen Per-se-Verstöße, kritische Begriffe und konkrete Reformulierungs-Vorschläge.