Sie haben gerade festgestellt, dass Ihre Website potenziell verbotene Werbeaussagen enthält. Vielleicht durch einen Beitrag in der Tagespresse, eine Anfrage Ihrer Geschäftsleitung oder einen Hinweis aus dem Vertrieb. Bevor Sie in Panik geraten: Die nächsten 24 Stunden entscheiden über 90 Prozent des späteren Schadens.
Diese Seite liefert die strukturierte Sofort-Anleitung — 10 konkrete Maßnahmen, eine Triage-Logik in drei Farben und einen 24-Stunden-Plan, der ohne externe Berater funktioniert. Ideal für Marketing-Leitungen, Compliance-Verantwortliche und Geschäftsführer im akuten Verdachtsfall.
Greenwashing-Risiken eskalieren in einer typischen Reihenfolge: Erst entdeckt ein Wettbewerber oder Verband den Verstoß. Dann erfolgt die Beweissicherung über Screenshots oder web.archive.org. Schließlich folgt die Abmahnung oder Klage. Zwischen Entdeckung und Beweissicherung liegen oft nur 48 Stunden. Wer in diesem Zeitfenster handelt — also die strittigen Inhalte vor der Archivierung anpasst — reduziert das Klagerisiko regelmäßig um zwei Drittel.
Achtung: Ist der Verstoß bereits archiviert, hilft Löschung nicht mehr. Beweissicherungen über die Wayback Machine und ähnliche Archiv-Dienste sind gerichtsfest. Trotzdem reduziert die schnelle Beseitigung die Wiederholungsgefahr — ein juristisches Kriterium für die Strafzumessung.
Jeder Fund wird sofort einer von drei Kategorien zugeordnet. Diese Triage entscheidet über die Reaktionszeit und Eskalationsstufe.
Begriffe wie „klimaneutral“ ohne Beleg, „nachhaltig“ pauschal, Selbst-Zertifikate, „grün“. Sofortige Entfernung oder Reformulierung binnen 24 Stunden.
Begriffe wie „CO2-reduziert“ mit konkretem Vergleichswert, „nachhaltig produziert“ mit klarer Methodik. Beleg-Dossier binnen 14 Tagen vorlegen.
Faktische, prüfbare Aussagen wie „aus regionaler Wolle“, „mit FSC-Siegel zertifiziert“, „37 Prozent weniger Verpackung als Vorgängermodell“.
Schritt für Schritt durch die nächsten 24 Stunden. Jede Maßnahme ist in maximal 60 Minuten ausführbar.
In den nächsten 30 Minuten geschieht die Verdachts-Inventur. Kein Meeting, kein Café — fokussierte Arbeit am Bildschirm.
Hauptseite der Domain auf 12 Risiko-Begriffe prüfen: klimaneutral, CO2-neutral, nachhaltig, grün, umweltfreundlich, eco, bio, recycled, plastikfrei, ressourcenschonend, ökologisch, umweltbewusst.
Top-10 nach Umsatz: jeweils 60 Sekunden Scan. Bei Treffer: URL plus Wortlaut in Tabelle erfassen.
Jeden Fund einer Kategorie zuweisen: rot (per-se verboten), gelb (Beleg erforderlich), grün (unkritisch).
Pro Fund eine Person mit Vor- und Nachname. „Marketing kümmert sich“ ist keine Zuweisung — es braucht einen konkreten Namen.
Per-se verbotene Begriffe binnen 24 Stunden austauschen. Reformulierung statt Löschung — Inhalte bleiben, Begriffe ändern sich.
Methodik, Datenquellen, externe Zertifikate. Frist 14 Tage. Kein Beleg = roter Fund.
Externe Affiliate-Seiten, Vergleichsportale und Influencer-Posts prüfen lassen. Verstöße dort haften ggf. mit zurück.
Alle Posts der letzten 12 Monate auf die 12 Begriffe screenen. Treffer dokumentieren und priorisieren.
Geschäftsleitung gegenzeichnet den Bereinigungs-Status nach 24 Stunden. Damit ist die Erst-Hilfe-Phase abgeschlossen.
Die ersten 24 Stunden sichern die akute Gefahr. Drei Folgeschritte etablieren die nachhaltige Compliance.
Druckbare 24-Stunden-Checkliste, Triage-Tabelle, Beleg-Dossier-Vorlage und Sign-off-Protokoll. Format A4, einsatzbereit.
PDF herunterladenKostenloser Test-Scan: Wir prüfen Ihre Website auf alle 12 Risiko-Begriffe und liefern eine sofortige Triage. Keine Anmeldung nötig.
12 konkrete Sofort-Prüfungen für Ihre Webseite. Mit Beispielen aus aktueller Rechtsprechung und Reformulierungs-Vorschlägen.