Mode ist die Branche mit der längsten Greenwashing-Abmahnhistorie: „Conscious"-Kollektionen, undefinierte Nachhaltigkeits-Scores und Material-Claims ohne Lieferketten-Beleg beschäftigen Gerichte und Verbraucherverbände seit Jahren. Ab dem Stichtag werden aus den Grauzonen Per-se-Verbote.
Website kostenlos prüfenKollektions-Labels („Conscious", „Committed", „Eco-Linie")
Undefinierte Sammelbegriffe für ganze Kollektionen — der Klassiker der Textil-Abmahnungen, künftig als pauschale Umweltaussage per se kritisch.
Material-Claims („Bio-Baumwolle", „Recycling-Polyester")
Ohne Lieferketten-Zertifikat (GOTS, GRS) für das konkrete Produkt nicht belegbar; Beimischungen und Mischgewebe werden gern verschwiegen.
Eigene Nachhaltigkeits-Scores und -Siegel
Hausgemachte Bewertungssysteme ohne unabhängige Zertifizierung fallen unter die neuen Siegel-Regeln.
„Fair produziert" / Lieferketten-Versprechen
Sozial-Claims brauchen wie Umwelt-Claims belastbare, produktbezogene Nachweise — Audits einzelner Fabriken tragen keine Sortiments-Aussage.
Generische Beispiele — die Zulässigkeit im Einzelfall hängt von Produkt und Beleglage ab.
„Unsere Conscious Collection — Mode mit gutem Gewissen."
Undefiniertes Kollektions-Label plus Gefühls-Claim; keine überprüfbare Eigenschaft.
„Kollektion aus 95 % GOTS-zertifizierter Bio-Baumwolle — Zertifikat und Lieferkette je Artikel verlinkt."
„T-Shirt aus Recycling-Polyester" (28 % Anteil, Rest konventionell).
Material-Claim ohne Anteils-Angabe erweckt den Eindruck vollständigen Recyclingmaterials.
„Obermaterial: 28 % recyceltes Polyester (GRS-zertifiziert), 72 % Polyester — Materialpass am Produkt."
Kollektions- und Kategorie-Namen im gesamten Shop
Material-Angaben in Produkttexten gegen typische Anteils-Fallen
Eigen-Siegel, Scores und Hangtag-Grafiken per Bilderkennung
Nachhaltigkeits- und „Responsibility"-Unterseiten samt PDFs
Vertiefung: Branchen-Überblick Mode & Textil · Claim-Ratgeber · alles zum Stichtag
„Bio" ist bei Baumwolle kein gesetzlich geschützter Begriff wie bei Lebensmitteln — aber die Aussage braucht trotzdem einen belastbaren Anbau-Nachweis über die Lieferkette. GOTS oder OCS sind die etablierten Belege; ohne sie ist der Claim im Streitfall kaum zu halten.
Interne oder branchengetriebene Scores sind als alleinige Verbraucher-Kommunikation riskant; in mehreren EU-Ländern wurde entsprechende Werbung bereits untersagt. Als internes Steuerungstool ja — als Werbe-Claim nur mit unabhängiger Zertifizierung der konkreten Aussage.
Erreichbar heißt relevant: Auch Sale- und Archiv-Seiten mit „Conscious"-Labels zählen nach dem Stichtag. Der Check findet solche Alt-Fundstellen, die intern längst vergessen sind.
Der Gratis-Check prüft die ersten Seiten sofort; die vollständige Prüfung erfasst Ihre gesamte Website inklusive PDFs, Bildern und Siegeln — mit Befund je Aussage.
Gratis-Check startenAllgemeine Brancheneinordnung mit generischen Beispielen — keine Rechtsberatung; die Bewertung konkreter Aussagen gehört in Ihre Rechtsberatung. Empcora liefert dafür den technischen Prüfbefund.