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Branchen-Check · Stichtag 27.09.2026

Greenwashing-Check für Mode & Textil

Mode ist die Branche mit der längsten Greenwashing-Abmahnhistorie: „Conscious"-Kollektionen, undefinierte Nachhaltigkeits-Scores und Material-Claims ohne Lieferketten-Beleg beschäftigen Gerichte und Verbraucherverbände seit Jahren. Ab dem Stichtag werden aus den Grauzonen Per-se-Verbote.

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Branchen-Risiken

Die typischen Risiko-Claims der Branche

Kollektions-Labels („Conscious", „Committed", „Eco-Linie")

Undefinierte Sammelbegriffe für ganze Kollektionen — der Klassiker der Textil-Abmahnungen, künftig als pauschale Umweltaussage per se kritisch.

Material-Claims („Bio-Baumwolle", „Recycling-Polyester")

Ohne Lieferketten-Zertifikat (GOTS, GRS) für das konkrete Produkt nicht belegbar; Beimischungen und Mischgewebe werden gern verschwiegen.

Eigene Nachhaltigkeits-Scores und -Siegel

Hausgemachte Bewertungssysteme ohne unabhängige Zertifizierung fallen unter die neuen Siegel-Regeln.

„Fair produziert" / Lieferketten-Versprechen

Sozial-Claims brauchen wie Umwelt-Claims belastbare, produktbezogene Nachweise — Audits einzelner Fabriken tragen keine Sortiments-Aussage.

Aus der Branchenpraxis

Vorher / Nachher

Generische Beispiele — die Zulässigkeit im Einzelfall hängt von Produkt und Beleglage ab.

„Unsere Conscious Collection — Mode mit gutem Gewissen."

Undefiniertes Kollektions-Label plus Gefühls-Claim; keine überprüfbare Eigenschaft.

„Kollektion aus 95 % GOTS-zertifizierter Bio-Baumwolle — Zertifikat und Lieferkette je Artikel verlinkt."

„T-Shirt aus Recycling-Polyester" (28 % Anteil, Rest konventionell).

Material-Claim ohne Anteils-Angabe erweckt den Eindruck vollständigen Recyclingmaterials.

„Obermaterial: 28 % recyceltes Polyester (GRS-zertifiziert), 72 % Polyester — Materialpass am Produkt."

Was die Prüfung abdeckt

Prüf-Schwerpunkte für Mode & Textil

Kollektions- und Kategorie-Namen im gesamten Shop

Material-Angaben in Produkttexten gegen typische Anteils-Fallen

Eigen-Siegel, Scores und Hangtag-Grafiken per Bilderkennung

Nachhaltigkeits- und „Responsibility"-Unterseiten samt PDFs

Vertiefung: Branchen-Überblick Mode & Textil · Claim-Ratgeber · alles zum Stichtag

Häufige Fragen

Fragen aus der Branche

Dürfen wir „Bio-Baumwolle" ohne GOTS-Zertifikat sagen?

„Bio" ist bei Baumwolle kein gesetzlich geschützter Begriff wie bei Lebensmitteln — aber die Aussage braucht trotzdem einen belastbaren Anbau-Nachweis über die Lieferkette. GOTS oder OCS sind die etablierten Belege; ohne sie ist der Claim im Streitfall kaum zu halten.

Unsere Marke nutzt den Higg-Index — reicht das als Beleg?

Interne oder branchengetriebene Scores sind als alleinige Verbraucher-Kommunikation riskant; in mehreren EU-Ländern wurde entsprechende Werbung bereits untersagt. Als internes Steuerungstool ja — als Werbe-Claim nur mit unabhängiger Zertifizierung der konkreten Aussage.

Was ist mit alten Kollektions-Seiten im Sale-Archiv?

Erreichbar heißt relevant: Auch Sale- und Archiv-Seiten mit „Conscious"-Labels zählen nach dem Stichtag. Der Check findet solche Alt-Fundstellen, die intern längst vergessen sind.

In 60 Sekunden wissen, wo Sie stehen

Der Gratis-Check prüft die ersten Seiten sofort; die vollständige Prüfung erfasst Ihre gesamte Website inklusive PDFs, Bildern und Siegeln — mit Befund je Aussage.

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Allgemeine Brancheneinordnung mit generischen Beispielen — keine Rechtsberatung; die Bewertung konkreter Aussagen gehört in Ihre Rechtsberatung. Empcora liefert dafür den technischen Prüfbefund.