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22. Dezember 2025

Fair Wear Foundation: Anerkennung als Substantiierung

Fair Wear Foundation als Top-Standard für Sozialaspekte: Während GOTS und OEKO-TEX die Material- und Umweltaspekte abdecken, ist die Fair Wear Foundation (FWF) der führende internationale Standard für Sozialstandards in der Textil-Lieferkette.

Mitgliedschafts-Stufen: 1. Leader — Vorbildlich, Audit-Score >75 %. 2. Good — Solide, Score 51-75 %. 3. Improver — Lernend, Score 25-50 %. 4. Suspended — Mängel, Re-Audit binnen 12 Monaten.

Belegt vs. unbelegt — Beispiele zur Veranschaulichung der Substanziierungspflicht: Eine konkretisierte Aussage wie „Fair Wear Foundation-Mitglied (Status: Good, Jahres-Audit 2024)", „Lieferanten-Audit nach FWF Code of Labour Practices" oder „CMT-Lohnaufschlag dokumentiert nach FWF Living Wage Calculator" verweist auf eine nachprüfbare Grundlage. Eine generische Aussage wie „Fair produziert" oder „Faire Mode" ohne Quantifizierung bleibt dagegen ohne Nachweis unbelegt.

Living Wage als USP: FWF hat einen Living-Wage-Calculator entwickelt, der für jedes Produktionsland einen existenzsichernden Lohn berechnet. Wer als Marke einen verifizierten Living Wage zahlt, hat einen klaren EmpCo-konformen USP: „Existenzsichernder Lohn nach FWF-Living-Wage-Methodik gezahlt (durchschnittlich 2,4× lokaler Mindestlohn)".

Einordnung für Modemarken 2026: Die Kombination GOTS (Material) + FWF (Sozial) deckt im Hinblick auf die EmpCo-Substanziierung sowohl Material- als auch Sozialaspekte ab. Bei Kollektion-Werbung lassen sich beide Zertifikate gleichzeitig referenzieren.

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