15. Februar 2026
Logistik 2026: CO₂-neutraler Versand am Ende?
DHL GoGreen vor dem Aus: Die EmpCo-Richtlinie bringt 2026 ein Per-se-Verbot für „CO₂-neutrale Lieferung" durch reine Kompensation. Das betrifft direkt die Marketing-Strategie aller großen deutschen Versender: DHL GoGreen, DPD CO₂ Frei, GLS Climate Protect, UPS Carbon Neutral Shipping.
Was bisher zulässig war: E-Commerce-Shops konnten an der Kasse anbieten „Klimaneutraler Versand inkludiert (DHL GoGreen)". Der Aufpreis floss in Aufforstungsprojekte. Verbraucher wurden mit „CO₂-Neutralität" beruhigt.
Was ab 27.09.2026 verboten ist: Die Aussage „klimaneutraler Versand" ohne folgende Bestandteile: 1. Konkrete CO₂-Reduktion durch optimiertes Routing/Elektrofahrzeuge. 2. Kompensation als Ergänzung mit Methodik (Gold Standard, VCS). 3. Ausweisung von Reduktion vs. Kompensation getrennt.
Sichere Versand-Werbung: „Klimaschonender Versand: CO₂-Reduktion 25 % vs. Standard durch Bündelung + E-Flotte". „GLEC-Framework-konforme CO₂-Bilanz pro Sendung". „1,2 kg CO₂ pro Sendung (vs. Industriestandard 1,8 kg)".
Alternativen für Shops: 1. Tatsächliche Reduktion: E-Flotte einsetzen, Routen optimieren, Bündel-Versand. 2. Transparente Bilanz: GLEC oder Smart Freight Centre als Methodik. 3. Reduktion zuerst, Kompensation nur als nicht vermeidbar. 4. Konkrete Projekt-Verifikation: Gold Standard / VCS statt eigener Aufforstung.
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