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20. Februar 2026

CSRD vs. EmpCo: Was Sie 2026 beachten müssen

Zwei EU-Regelungen, zwei Welten

CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive) **Geltungsbereich**: Große Unternehmen (>250 MA, >50 Mio € Umsatz, >25 Mio € Bilanz) **Inkrafttreten**: Stufenweise 2024-2028 **Inhalt**: Verpflichtender Nachhaltigkeitsbericht nach ESRS-Standards (12 thematische Standards) **Sanktionen**: Bußgelder bis 10 Mio € (BaFin) **Adressat**: Investoren, Stakeholder

EmpCo (Empowering Consumers) **Geltungsbereich**: ALLE Unternehmen unabhängig von Größe **Inkrafttreten**: 27.09.2026 **Inhalt**: Verbote irreführender Umweltaussagen in Verbraucherkommunikation **Sanktionen**: Abmahnungen, Bußgelder bis 4 % Jahresumsatz **Adressat**: Verbraucher

Hauptunterschiede

| | CSRD | EmpCo | |---|---|---| | Wer ist betroffen? | Große Unternehmen | ALLE | | Wann? | Berichtsjahr 2024+ | Werbung ab 27.09.2026 | | Was? | Standardisierter Bericht | Werbeaussagen | | Wer kontrolliert? | BaFin, Wirtschaftsprüfer | Verbraucherverbände, DUH, Wettbewerber | | Ziel? | Transparenz für Investoren | Schutz vor Irreführung |

Strategische Implikationen

Für CSRD-pflichtige Unternehmen Die CSRD-Daten sind die optimale Grundlage für EmpCo-konforme Werbung. Wer ESRS E1 (Klimawandel) korrekt berichtet, hat die nötigen Zahlen für „CO₂-Reduktion seit 2019: -47 %" als Werbeaussage.

Für KMU (CSRD-frei, aber EmpCo-pflichtig) KMU müssen keine CSRD-Berichte erstellen, aber: Wer mit Umweltaussagen wirbt, muss diese auch ohne CSRD belegen. Pragmatischer Ansatz: Anerkannte Siegel statt eigener Daten.

Roadmap 2026-2028 - 2026: EmpCo-Werbeverbote umsetzen (alle) - 2027: Erste DUH/Wettbewerbszentrale-Klagen (alle) - 2028: CSRD-Berichtspflicht für die nächste Welle (mittelgroße) - 2029+: Green Claims Directive (Substantiierung)

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