8. Jänner 2026
Green Claims Directive 2027: Was nach EmpCo kommt
Die EU hat zwei Greenwashing-Richtlinien: EmpCo (EU 2024/825) ab 27.09.2026 verbietet bestimmte Aussagen. Green Claims Directive (Vorschlag KOM 2023/166) verlangt Substantiierung. Wichtig: Die Green Claims Directive wurde im Juni 2025 vom Europäischen Rat ausgesetzt — der Status ist unklar. Aber Unternehmen sollten sich vorbereiten.
Was die Green Claims Directive vorgesehen hat: Substantiierung jeder Umweltaussage VOR der Veröffentlichung. Externe Verifizierung durch akkreditierte Prüfstellen. Anerkennungs-System für Nachhaltigkeitssiegel. Verbot von Mehrfach-Zertifizierungen.
Aktueller Stand 2026 nach dem Aussetzung-Beschluss: Spanien hat eine eigene Substantiierungspflicht eingeführt (2025). Frankreich hat seine Loi AGEC erweitert. Niederlande nutzen ACM für striktere Auslegung von EmpCo.
Bedeutung für deutsche Unternehmen: Auch ohne Green Claims Directive sollten Unternehmen Substantiierungs-Pflichten antizipieren. Wer 2026 EmpCo-konform ist, hat 80 % der Green-Claims-Vorgaben bereits erfüllt.
Empfohlene Vorbereitung: Substantiierung jeder Umwelt-Aussage dokumentieren. Externe Zertifikate bevorzugen statt Eigen-Audits. ISO 14067 (Carbon Footprint) als Standard etablieren. CDP-Climate-Disclosure als Best Practice.
Lange Sicht: Die EU positioniert sich als Vorreiter — UK, Schweiz, Australien und Kanada übernehmen ähnliche Standards. Multinational tätige Unternehmen sollten sich auf eine globale Strict-Compliance-First-Strategie einstellen.

