26. Februar 2026
Social Media + EmpCo: Posts und Storys richtig formulieren
Social Media als blinder Fleck: Die meisten Compliance-Programme fokussieren auf Website-Inhalte. Aber Social Media — Instagram, LinkedIn, TikTok, X — ist genauso EmpCo-relevant. Verbraucherzentralen scannen Markenkanäle bereits aktiv.
Risiken pro Plattform — Instagram: Stories kurzlebig aber dokumentierbar (Screenshot), Reels & Carousels Hashtags wie #sustainable oder #ecofriendly können problematisch sein, Bildunterschriften mit „klimaneutral" abmahnfähig.
LinkedIn: Corporate-Updates mit Nachhaltigkeits-Claims, Mitarbeiter-Posts mit Markenhaftung, Speaker-Bios bei Veranstaltungen.
TikTok: Influencer-Kollaborationen besonders riskant, Werbe-Kennzeichnung MUSS klar von Marken-Bekenntnissen getrennt sein.
X (ehem. Twitter): Customer-Service-Tweets können Werbe-Charakter haben, Reaktionen auf andere Tweets ebenfalls relevant.
Influencer-Risiken: Markenhaftung greift gemäß BGH (I ZR 126/20) auch wenn Influencer ohne explizite Marken-Anweisung postet. Influencer-Verträge MÜSSEN EmpCo-Compliance enthalten. Pre-Approval von Posts mit Umwelt-Claims verpflichtend.
Sichere Social-Media-Formulierungen: Statt „nachhaltige Mode" → „GOTS-zertifizierte Bio-Baumwolle". Statt „klimaneutral" → „CO₂ pro Stück seit 2020: -42 %". Statt „grün" → konkret weglassen. Hashtags: #empcokonform statt #sustainable.

