Kosmetik: Greenwashing 2026
Die Kosmetik-Branche steht unter doppelter Beobachtung: Die EU-Kosmetik-Verordnung (1223/2009) verbietet bereits jetzt Tierversuche, daher ist „tierversuchsfrei" ohne Zusatz ein Trivial-Claim. Ab dem 27.09.2026 gelten zusätzlich EmpCo-Verbote für „natürlich", „bio" und „umweltfreundlich" ohne externe Zertifizierung.
Typische Claims in Kosmetik
- „naturkosmetik"
- „bio"
- „umweltfreundlich"
- „nachhaltig verpackt"
- „vegan"
- „tierversuchsfrei"
- „frei von Mikroplastik"
Konkrete Beispiele (rot/gelb)
- „Naturkosmetik" ohne COSMOS/NATRUE-Siegel
- „Bio-Creme" ohne Bio-Zertifizierung
- „Tierversuchsfrei" — bei EU-Kosmetik Trivial-Claim seit 2013 EU-Pflicht
EmpCo-konforme Alternativen
Empfehlungen
- COSMOS oder NATRUE Zertifizierung
- INCI-Liste verlinken
- Verpackungs-Recyclingquote angeben
- Leaping Bunny statt nur „tierversuchsfrei"
Anerkannte Zertifikate
Häufige Fragen
Reicht "tierversuchsfrei" als USP?
Nein — seit 2013 sind Tierversuche an Kosmetika EU-weit verboten. Die Aussage ist Trivial-Claim und ab 2026 nach EmpCo Anhang I Nr. 10 abmahnbar. Stattdessen „Leaping Bunny zertifiziert".
Was ist der Unterschied zwischen COSMOS und NATRUE?
COSMOS (international, 2 Stufen): Natural (≥ 95 % natürliche Inhaltsstoffe), Organic (≥ 95 % Bio). NATRUE (europäisch, 3 Stufen) mit deutlicheren Bio-Anteilen. Beide sind anerkannte Substantiierung.
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